JULL.studio

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JOURNAL D'UN CONFINEMENT

«Le cinquième jour du confinement, je jouais au foot avec une brique de jus d’orange pleine. Je me disais c’est bon elle va pas s’ouvrir. J’ai eu tort. J’ai mis un coup de pied dedans et la brique est partie contre le mur de mon lit et a explosé et … tout mon lit pue le jus d’orange.»

Decouvrez d’autres extraits d’un document exceptionnel retrouvé dans des fouilles faites à l’emplacement de l’ancien gymnase de Fleurier. Il s’agit de fragments de textes écrits lors de la fameuse épidémie de Covid-19 du printemps 2020.

Ce texte a été publié dans le livret Journal d’un confinement / 2400 FIRE, Roman d’école N° 46/47

https://jull.studio/school-novel

MANCHMAL BIN ICH NETT

Die Menschen hier sind nett zu mir

aber ich bin nicht nett.

Für mich ist alles schwierig

Ich überlege immer, ich rede und rede,

in meinem Kopf geht alles drunter und drüber.

Ich lache, ich rede, aber in mir drin lacht es nicht.

Im Kopf ist alles schwierig, ich überlege immer.

HARD BEATS VON KREIS NEUN

Die Stories aus - und über - Altstetten sind geschnürt und verpackt und abgeschickt auf dem Weg zu jedem von Euch nach Hause.

Im Rahmen von 200 Jahre Alfred Escher & Gottfried Keller, unterstützt vom Lotteriefonds des Kantons Zürich.

MONSTERHOF

Eine Funkoper ist per Definition ein Live-Hörspiel mit Musik - übertragen im Kurzwellen-Radio und mit einem Plot, der die Menschen daheim an ihren Volksempfängern fesselt. Im Zentrum dieser modernen Funkoper: Bella und Mia, zwei sehr zeitgenössische Jugendlichen - die eine superreich, die andere mausarm. Bei einem Besuch in einem gruseligen Haus am Münsterhof geraten die beiden in eine Art Zeitmaschine und tauchen 100 Jahre früher wieder auf: 1920. Damals sieht der Münsterhof schon ähnlich aus wie heute - aber doch ganz anders. Prompt treffen Bella und Mia auf ihrer Zeitreise zwei Jungs, die 1920 genauso alt sind wie sie. Und mit dieser Begegnung nimmt das Schicksal seinen Lauf...

Das alles wäre eigentlich live gelesen worden von Jugendlichen auf der Münsterhof-Bühne - dazu vorgesehen auf dem ganzen Platz Live-Sound von Chören, Tubas und Trompeten samt Glockengeläut vom Fraumünsterturm! Nun aber werden die Festspiele Zürich aus bekannten Gründen in die virtuelle Welt verlegt.

K4 REVIER GESCHICHTEN

Vom Locherguet bis a d’Langstrass
chasch esse Döner oder au Tapas
Vo de Kaserne bis Hardau
nimm nöd vill Cash mit, gar nöd schlau
Um jede 2ti Egge en Nachtclub
vom Stauffacher bis Hardbrugg
Vill z’vill Bulle da uf de Strass
uf de Suechi nach Coci oder Gras

"Neue Seldwyler Geschichten". Im Rahmen von 200 Jahre Alfred Escher & Gottfried Keller, unterstützt vom Lotteriefonds des Kantons Zürich.

DIE LEUTE VON ILLNAU

– Ein kleiner Junge stirbt.
– Er wird von den drei Freunden gefunden.
– Die Schatten töten kleine Kinder. Und die drei müssen herausfinden, wie sie die Gestalten stoppen können. Wer sie sind. Und warum sie so was machen.

– Das ist alles geklaut. Vom Film die Herrschaft der Schatten.
– Das macht nichts. Wenn wir daraus eine eigene Geschichte machen. Wir klauen eh immer alle.
– Klauen ist Haram.
– Kann es sein, dass der Junge ein mulmiges Gefühl bekommt, beobachtet zu werden, wenn er abends um sechs in seinem Zimmer ist? Er sieht die Gestalten und die anderen wollen ihm das nicht glauben?
– Gut. Der Junge verschwindet.

Im Rahmen von 200 Jahre Alfred Escher & Gottfried Keller, unterstützt vom Lotteriefonds des Kantons Zürich.

ZONE 54 - EUSES HERZ, EUSES BLUET

Die Goats haben die Nase eines Nasenaffen und die gleiche runzlige Haut wie ein See-Elefant. Ihre Mundstruktur ist wie die von einem fetten Blobfisch. (Weitere Infos auf Wikipedia)
Eigenschaften: Arsch nach hinten, Brust nach vorne. Die Goats tragen Push-up. Sie sind zickig und immer in Gruppen. Alleine sind sie nett, wenn sie in Gruppen sind, sind sie frech und dumm. Sie denken, sie wären die Hübschesten, in Wirklichkeit ist das aber nur Schminke.
Die Goats sind wie Skarabäuse. Sie jagen in Gruppen und vernichten eine Person von innen nach aussen, bis sie aufgegessen ist. Die Goats kommen immer dann, wenn man es nicht erwartet.

Im Rahmen von 200 Jahre Alfred Escher & Gottfried Keller, unterstützt vom Lotteriefonds des Kantons Zürich.

THE ROMANCE AND TRAGEDY OF HILL CITY

Die Geschichte spielt nämlich im Sommer und ist eigentlich ziemlich traurig. Weil…verraten wird hier sicher noch nichts! Ausser vielleicht, dass sich ziemlich viele verlieben.

JayJay: I'm in Love.
Baba: Das überrascht mich nicht, aber wie...
JayJay: Ich bin unsterblich verliebt in Zora.
Baba: Ja und!?
JayJay: Ich finde, dass sie schöne Augen hat! Ich will sie unbedingt sehen.
Baba: Ja und!?
JayJay: Ihre Augen sind schön blau wie das Meer.
Baba: Ja und!?
JayJay: Wenn Sie lächelt, falle ich in Ohnmacht.
Baba: Ja und!?
JayJay: Immer wenn ich sie anschaue, bin ich verliebt.
Baba: Ja und!?
JayJay: Ihr Lachen ist wie die Sonne am Himmel.
Baba: Ja und!?
JayJay: Immer wenn sie sich bewegt, bewegen sich meine Augen mit.
Baba: Ja und!?
JayJay: Ich weiss nicht, wie ich es ihr sagen soll.
Baba: So!

DIE LEUTE VON SELDWILLNAU

Dies ist eine von insgesamt 12 Sammlungen «Neue Seldwyler Geschichten», die in diesem Sommer entstanden ist mit der Klasse A3 aus der Sekundarschule Hagen in Illnau. Inspiriert von Gottfried Kellers fiktivem Ort Seldwyla, zeigen diese Geschichten nicht unbedingt, wie die realen Orte – in diesem Fall Illnau – wirklich sind. Sondern vielmehr, wie die Mädels und Jungs der Klasse 3A der Sekundarschule Hagen ihren Wohnort sehen – oder gerne sehen würden.
Im Rahmen von 200 Jahre Alfred Escher & Gottfried Keller, unterstützt vom Lotteriefonds des Kantons Zürich.

APRIL, APRIL - RÜTI MACHT WAS ES WILL

Willkommen in Rüti – der Kleinstadt der Ausländer, der Kleinstadt, in der man erst um 2 Uhr nachmittags aufsteht und um 5 Uhr morgens ins Bett geht, der Kleinstadt der Kiffer und Fussballfans, der Kleinstadt, die nichts Spannendes hat, ausser Dönerläden, der Kleinstadt, die einfach nur Rüti ist.

Über diesen Podcast

JULL.studio ist ein Podcast-Audioblog. Oder einfacher gesagt: das akustische Aushängeschild des Jungen Literaturlabors. Hier ist alles hörbar, was unter JULL und «Schulhausroman» in den letzten anderthalb Jahrzehnten an Audio produziert worden ist.

JULL Studio gibt’s aber nicht nur virtuell, sondern es ist auch ein Ort: das Tonstudio im Untergeschoss des Jungen Literaturlabors an der Bärengasse 20, 8001 Zürich. Dort werden laufend neuen Werke eingespielt: Mini-Hörbücher, Text-Performances, Mikro-Szenen. Und das alles wird, falls alle Beteiligten zufrieden sind, dann übers Web veröffentlicht.

von und mit Junges Literaturlabor

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